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12.05.2010
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Sagen & Märchen rund um die Oste Von Dietrich Alsdorf
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Jede Region hat im Laufe der Zeit ihre eigenen Geschichten, Sagen und Märchen entwickelt. So auch die Menschen rund um die Oste. An langen Winterabenden, als die Familien beim Licht einer Petroleumlampe beisammensaßen, in einer Zeit, als es noch keine Dauerberieselung via TV oder Radio gab, wurden Geschichten, Begebenheiten, oder einfach auch nur Märchen an die jüngeren Generationen weitergeben.
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Die meisten dieser Geschichten sind für immer verschollen, vergessen. Die Jungen hörten nicht mehr zu wenn die Alten erzählten und die Kette der mündlichen Überlieferung brach ab.
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Die Oldendorfer tauften eine Straße nach ihrem berühmten Dichter.
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Für den Schauplatz des Wettlaufs wählte er allerdings nicht seinen unbekannten Heimatort sondern den kurioser klingenden Namen der nahen Stadt Buxtehude.
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So steht nun heute ein Denkmal der beiden Tiere auch in Buxtehude und nicht in Oldendorf, dort wo Schröder einst das Gehoppel des Langohrs als Kind beobachtete.
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Hier jetzt zu den ersten Sagen und Märchen aus dem Raum Oldendor Der Franzosenberg von Brobergen
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Der Schäfer auf der Oldendorfer Turmglocke
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Diese “echte” Oldendorfer Sage hat Heinrich Lütjen als Manuskript bewahrt. Sie rankt sich um eine der alten Oldendorfer Glocken, die bereits im ersten Weltkrieg eingeschmolzen wurden. Ursprung ist wohl der schummerige Glockenstuhl mit den dunklen, geheimnisvollen Glocken im Innern des Kirchturms, der die Fantasie der Kinder früher beflügelte....
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Früher, als die Bauern in Oldendorf noch große Schafherden besaßen, gab es im Dorf auch einen Schäfer. Dieser hatte einen Bruder, ...
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der nach Amerika ausgewandert war und es dort zu Reichtum gebracht haben soll. Als dieser nun gestorben war, kam ein Bote zum Schäfer um ihn einerseits die Todesnachricht zu überbringen, andererseits auch aufzufordern, das Erbe des Bruders anzutreten.
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Der Oldendorfer Schäfer entschloss sich daher, nach Amerika zu reisen, um dort die Erbfolge anzutreten. Sein Erspartes überließ er den Oldendorfern mit dem Hinweis, das Geld, falls er nach zwei Jahren nicht zurückgekehrt sei, für eine neue Turmglocke zu verwenden.
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Und so ging der Schäfer fort und die Oldendorfer warteten. Als zwei Jahre vergangen waren, war der Schäfer immer noch nicht zurück. Als ein weiteres halbes Jahr verstrichen war, schafften sie für das Geld des Schäfers eine neue Turmglocke an - so wie es verfügt war. Als Dank ließen sie eine Darstellung des Schäfers mit seinem Hund mit auf die Glocke gießen.
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Drei Jahre nach seiner Abreise kehrte der Schäfer zurück. Von Bremervörde kam er zu Fuß zurück in sein Dorf. Als er bei Kaken war, sah er den Oldendorfer Kirchturm und sprach zu sich: “Wenn die Oldendorfer für mein Geld eine neue Glocke angeschafft haben sollten, dann solle Gott verfügen, dass sie nun klingen soll.”
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Und wirklich: Vom fernen Kirchturm begann es zu klingen, die neue Glocke läutete im Turm, ohne das sie jemand bewegt hatte! Die Oldendorfer liefen vor der Kirche zusammen. Der Küster lief in den Turm, versuchte die Glocke zum Stillstand zu bringen, vergebens! Das kam der Schäfer des Weges, ging in den Turm. Dort berührte er die Glocke mit seinem Handstock und die Glocke stand still.
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Soweit die Sage. Tatsache ist, dass beide alten Glocken, die während ihrer langen “Lebenszeit” mehrfach aufgrund ihrer Beschädigungen umgegossen wurden, im ersten Weltkrieg eingeschmolzen wurden. Ob eine Figur, die einem Schäfer ähnlich sieht, darauf abgebildet war, ist nicht überliefert. Auch die für den Verlust 1923 neu gekauften Glocken endeten im zweiten Weltkrieg. Die heute vor der Kirche stehende Gussstahlglocke stammt aus dem Jahre 1952.
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Der Schatz im Hesedorfer Wald
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Vor etwa 100 bis 150 Jahren saß ein Räuber ein im Stader Gefängnis. Er hieß Hinck und war zuletzt in Ober Ochtenhausen beheimatet gewesen. Durch die harte Haft war er krank und fühlte schließlich sein Ende kommen.
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Da beichtete er eines Tages einem Gefängniswärter, mit dem er in der Haft so etwas wie Freundschaft geschlossen hatte, dass er keinesweg arm, sondern vermögend war. Er hatte sein zusammengeraubtes Gut, immerhin einige Tausend Mark in Gold- und Silbermünzen, im Horner Holz nahe von Hesedorf vergraben. Der Schatz, so beschrieb er dem Wärter, lag am Fuße zweier mächtiger Buchen an einem Fußweg, der von Hesedorf in Richtung...... führte.
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Schon am nächsten Tage verstarb der Häftling. Der Wärter machte sich sogleich auf die Suche nach dem sagenhaften Schatz. Jedoch, wie sollte es auch anders sein, er fand ihn nicht. Bis heute konnte niemand den Schatz des Räubers Hinck aufspüren, der Hesedorfer Wald hat sein Geheimnis bis heute nicht preisgegeben. Denn dort, wo ungefähr der Schatz liegen soll, befindet sich heute das Bundeswehr-Depot.
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(Nach A.Bachmann, überliefert von D. Schmidt, Hesedorf)
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Bexhövede statt Oldendorf
Das Rennen zwischen Hase und Igel fand bei Bremerhaven statt Von Dietrich Alsdorf
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Wer kennt sie nicht, die bekannte Tierfabel vom Wettrennen zwischen Hase und Igel auf der “lütjen Heide” bei Buxtehude? Die Stadt an der Este machte der ungleiche Wettkampf zwischen dem krummbeinigen Igel und dem schnellen Hasen weltbekannt. Irgendwie zu unrecht wie sich nun heraus stellte. Denn unlängst fanden Heimatforscher heraus, dass das legendäre Rennen ganz woanders stattfand - in Bexhövede nämlich - bei Bremerhaven!
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Verursacher des Dilemmas ist der gebürtige Oldendorfer Dr. Wilhelm Schröder. Denn dieser veröffentlichte die Mär des sagenhaften Rennens erstmalig 1840 in dem von ihm begründeten “Hannoverschen Volksblatt”.
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Schröder gilt heute unumstritten als Schöpfer der bekannten Geschichte, die x-mal kopiert und umgewandelt rasch in anderen Zeitschriften Verwendung fand. Die Gebrüder Grimm schufen den tierischen Kontrahenten schließlich 1843 durch die Aufnahme in ihr “Grimms Hausmärchen” endgültig ein literarisches Denkmal. In mehrere Sprachen übersetzt, ging das Märchen letztlich um die Welt und erfreut sich auch heute noch, in mancherlei Abwandlung, großer Beliebtheit.
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Der Wettlauf zwischen Hase und Igel beginnt bekanntlich damit, dass der Igel zu einem Morgenspaziergang durch die Felder seines Reviers aufbricht und von einem arroganten Hasen auf seine krummen, langsamen Beine angesprochen wird. Es kommt zu einem Streitgespräch, dann zu einer Wette, wer wohl von beiden der Schnellste wäre. Ein Rennen zwischen Ackerfurchen wird ausgemacht. Der Igel platziert listigerweise seine Frau am Zielpunkt und immer wenn der Hase das Ziel erreicht, ruft sie “Ich bin schon da!” Der Hase läuft und läuft, schließlich fällt er vor Erschöpfung um. Der schlitzohrige Igel hat gewonnen.
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Statt in Oldendorf, dem Ort seiner Jugendjahre, siedelte Schröder die Tierfabel offenbar in Buxtehude an. Wegen des kurios klingenden Namens - so dachte man bislang. Doch es steckt mehr hinter dieser Ortsangabe, die so zufällig wohl gar nicht ist.
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Mehr erfährt man vor Ort in Bexhövede bei Bremerhaven, wo unlängst eine Gedenktafel am Tienhornsweg, dem eigentlichen und wahrhaftigen “Schauplatz” des Rennes aufgestellt wurde. Denn das Märchen geht, so haben Heimatforscher akribisch ermittelt, ursprünglich zurück auf die Bexhövederin Elisabeth Weimar (1797-1864). Sie berichtete erstmalig von dem sagenhaften Rennen “hinter der Schlehenhecke am Wohlerskamp”, die dann von ihrem Großvater Vogt in der “Krone”, der örtlichen Dorfkneipe, am Stammtisch weitererzählt wurde. Dort schnappte die Geschichte Wilhelm Schröder auf, der sie zusätzlich ausschmückte und 1840 erstmalig anonym auf Platt veröffentlichte. Warum nun Schröder den Schauplatz vom tatsächlichen Ursprungsort Bexhövede nach Buxtehude verlegte, bleibt Spekulation und hat möglicherweise eine ganz banale Ursache. Beide Orte klingen ähnlich und der Verdacht drängt sich auf, dass vielleicht ein flüchtiger Lese- und nachfolgender Setzfehler in der Zeitungsdruckerei die Verwechselung auslöste. Ein Fehler, wie er besonders bei ungewöhnlichen Ortsnamen auch heute immer wieder vorkommt. An sich auch nicht weiter tragisch bei einem gewöhnlichen Zeitungsartikel, wenn nicht die Gebrüder Grimm die Geschichte nebst (falscher) Ortsangabe in ihr Märchenbuch aufnahmen und damit Buxtehude als Ort des Rennens festlegten.
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Und was ist dran an der Geschichte selbst? Hat Elisabeth Weimar wirklich mal so etwas wie ein scheinbares “Rennen” zwischen einem Igel und einem Hasen beobachtet und die Geschichte weitergesponnen, oder entsprang das Märchen nur ihrer Fantasie? Wie auch immer, Märchenfreunde können nun nach Bexhövede fahren, um dem sagenhaften Rennen am “Originalschauplatz” nachzuspüren. Ähnlich wie in Buxtehude gibt es dort mittlerweile ebenfalls ein Denkmal des ungleichen Paares. Auch die “lütje Heide”, die “kleine Heide”, gab es - übrigens im Gegensatz zu Buxtehude - dort tatsächlich einmal, allerdings im Nachbarort Loxstedt.
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Hilligenseelengrav - Erinnerung an ein Verbrechen
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Im Hesedorfer Wald, dem “Horner Holz”, gab es früher ein Gut Horn. Dort lebten zwei unverheiratete Schwestern. Sie waren verarmt, wollten aber immer noch als wohlhabend erscheinen.
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Ein Landstreicher, der ebenfalls in der Gaststube saß, hörte dies und verfolgte heimlich die Frauen auf ihrem einsamen Heimweg Richtung Gut Horn. Hinter dem Elmer Hinterholz, kurz vor dem Übergang über den dortigen “Beek” (später Hillseelenbeek) ermordete er die beiden Schwestern. Seine Beute war lediglich ein Taler!
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Auch heute noch sehr einsam, der Weg aus Richtung Elm gesehen, im Hintergrund der Hesedorfer Wald.
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Das Rätsel von Kaken
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Sollte es sich tatsächlich um einen vielleicht jahrhundertealten Friedhof von im Raum Oldendorf lebenden Juden handeln? Schriftliche Belege dazu gibt es nicht und der Volksmund hat lediglich die Flurbezeichnung überliefert.
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Das Riesenmädchen von der Oste
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Beim “Schwarzen Berg”, dort wo jetzt die Stadt Stade liegt, lebte in alten Zeiten ein Riese mit Frau und Kindern. Die Jungen der Riesenfamilie mussten mit dem Vater auf die Jagd in den Wald, die Mädchen blieben bei der Mutter und halfen im Winter beim Spinnen. Nur das jüngste Mädchen von acht Jahren spielte noch mit ihrer Puppe und vertrieb sich die Zeit. Wenn Schnee lag, dann baute sie sich auf dem Hof einen Schneemann, so hoch wie ein Kirchturm, denn es war ja ein Riesenkind.
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Einmal im Frühling, als der Schnee zu tauen begann und die Stare schon wieder in den Bäumen saßen und lärmten, konnte es das Mädchen im Haus nicht mehr aushalten. Es wollte hinaus in die Natur. “Du Mutter," fragte sie, "darf ich mal ein wenig übers Feld und Blumen pflücken?” “Meinst du denn, du findet Blumen, jetzt wo der Winter sich man gerade verabschiedet hat?” fragte die Mutter zweifelnd. “Aber ja, Mutter”, rief das Mädchen, “Märzenbecher blühen auch unter dem Schnee, die sind schon da.” “Meinetwegen”, sagte daraufhin die Mutter, “Denn man zu.”
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Die Mutter band ihrer Tochter noch eine frische Schürze um, wischte ihr die Nase und mahnte: “Das du dich aber nicht so schmutzig machst. Dann gibt's was!” “Nein, Nein, Mutter”, sagte die Tochter und lief nach draußen. Viele Blumen gab es allerdings noch nicht. Nur hier und da eine einzelne Blüte, das war alles. Über den Tag entfernte sich das Riesenmädchen immer weiter vom Zuhause fort, bis es vor einem breiten Fluss stand.
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Das war die Oste, die durch unser Stader Land floss und dort bei Hechthausen in die Marsch übergeht. Für das Riesenmädchen allerdings war es nichts weiter als ein gewöhnlicher Graben. Als sie am anderen Ufer einen weißen Sandberg sah, hielt es das Mädchen nicht länger am Ufer. Da musste sie rüber.
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Was für einen schönen weißen Sand. Davon konnte sie einen ordentlichen Sandkuchen backen! Voller Freude klopfte sie in den Sand, das es bis in die Westerberge zu hören war. Dann aber ging sie in die Hocke und packte sich Sand hinein, soviel sie konnte.
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Mittlerweile wunderte sich die Mutter, wo die Tochter blieb. Und in dem Moment, wo die Tochter mit ihrer Schürze voll Sand wieder hoch kam, stand die Mutter schon am anderen Osteufer und schimpfte: “Ungezogenes Mädchen, was machst du auf der anderen Seite der Oste?”
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Da erschrack das Mädchen, nahm die beiden Schürzenzipfel in die Hand und sprang wieder über den Fluss.
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Das klappte auch, doch was war das? Ein Riss klaffte in der Schürze und der ganze Sand fiel in die Ostemarsch! Das Riesenmädchen begann zu weinen, doch was nützte das? Die Schürze war kaputt und der Sand am Boden.
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Die Schürze voll Sand liegt heute immer noch an der rechten Seite der Oste und heißt: “die Horst”. Als später unsere Vorfahren ins Land kamen, bauten sie sogar Häuser und eine Kirche “uppe Horst.”
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Nach einer plattdeutschen Geschichte von J. Rathje, nacherzählt von D. Alsdorf.
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