Die Oste, der stille Fluß

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12.05.2010

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Oldendorfbeek - Oldendorf, das "alte Dorf"
Von Dietrich Alsdorf

Fast spannender
als ein Krimi ist es,
wenn Dietrich Alsdorf
nach den Wurzeln
unserer Dörfer “gräbt”...

Für die Anlage eines Dorfes,
einer dauerhaften Ansiedlung,
waren hier auf der Geest einst
bestimmte Voraussetzungen
notwendig, um Mensch
und Vieh eine
Lebensgrundlage zu geben.

Eine Ansiedlung war daher nur in der Nähe von Wasser,
also eines Baches, einer Quelle oder eines Sees möglich.
Zugleich musste auf trockenen Baugrund und auf die
Nähe von Wiesenflächen geachtet werden,
die den Heubedarf zu decken hatten.

Magdalene Kamman (Links)
mit Gretchen Kahrs geb. Witt

Das erste Gerätehaus der Feuerwehr unmittelbar
östlich der Kirche um die Jahrhundertwende.

Für die Anlage des “alten Dorfes” so die Bedeutung des Ortsnamens von Oldendorf,
waren die Bedingungen einst sehr günstig gewesen. Vom breiten Urstromtal der Oste
durch einen Geestrücken geschützt, bot sich der Nordrand eines breiten und feuchten
Seitentales für eine Ansiedlung geradezu an. Es gab sogar, nach Norden hin einen kleinen
Bach, der Richtung Bossel von einem Quellteich, der “Kuhle” gespeist wurde.

Ein kräftiger Schluck
aus der Steinzeugflasche:
Johann Plate,
Bernhard Schomaker.

In
Deutscher
Schrift
nach Sütterlin
geschrieben:
Unsere Mühle

Dort, zu beiden Seiten dieses kleinen Baches, dessen Name nicht überliefert ist, entstanden die ersten Höfe des Ortes. Wann dies genau geschah, wissen wir natürlich nicht. Fakt ist aber, dass bereits zur Eisenzeit, also vor rund 2000 Jahren, der Bereich rund um den heutigen Sportplatz besiedelt war.

Die Gemarkung selbst ist bereits seit
der Jungsteinzeit besiedelt.

“Gruß aus Oldendorf” -
so lautet das Motto der ersten Bildpostkarten, die (noch in Lithographie) kurz vor der Jahrhundertwende in den Oldendorfer Läden zu erwerben waren. Bezeichnend für diese frühen Darstellungen des Ortskerns sind die idealisierten unmaßstäblichen Abbildungen von Menschen und Gebäuden.

Der kleine Dorfbach verkümmerte
mit zunehmender Entwicklung
des Dorfes zu einem Rinnsal,
dessen Funktion später nur noch
darin bestand, überschüssiges
Regenwasser aufzunehmen.

Die Oldendorfer Bauern brauchten ihren
kleinen Bach nicht mehr, sie hatten längst
eigene Brunnen auf ihren Höfen. “Kuhle”
und auch der Bach verschwanden.
Heute erinnert an diesen einstigen
Lebensspender nur noch
die Straße “Auf der Kuhlen”.

“Lütthus”

nebst “Soot”,
dem alten Ziehbrunnen,
in Kaken. Das 1742 errichtete
Gebäude blieb bis zu seinem
Abriss im Jahre  1963 ein
“Rauchhaus” ohne Schorstein.

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